Information Oktober 2018

Liebe Russenkinder und Freunde,

der Oktober bescherte uns wieder ca. 7 000 Zugriffe auf unsere Webseite. Die meisten verbuchte natürlich unsere Eröffnungsseite, dann die „Suche nach dem Vater“ und unser „Phänomen Russenkinder“. Da beschreiben wir Informationen, die wir im Laufe der Zeit von Russenkindern mitgeteilt  bekommen haben. Es ist ein breites Spektrum.

Unsere Mitgliederversammlung war ein Erfolg. Der Vorstand wurde entlastet, wir führen unsere Arbeit fort.

Zum Thema Treffen von Russenkindern gab es Einmütigkeit, wie eigentlich bisher auch, es am 9. Mai jeden Jahres im Museum in Berlin-Karlshorst durchzuführen. Der nächste Treff ist am 9. 5. 2019 im Deutsch-Russischen Museum.

Unsere wichtigste Aufgabe sehen wir darin, Russenkinder aufzurufen, ihre Väter resp. Familien zu suchen und ihnen die entsprechenden Informationen und Hilfen zur Verfügung zu stellen. Jemand anderes macht das nicht, wir brauchen uns nur die Medienauftritte der letzten Jahre anzusehen. Da wurde im Gegenteil gesagt, dass die russischen Archive geschlossen seien. Auf diese Verleugner wird gehört, wir, die wir es wissen und helfen, werden nicht einmal gefragt. Und so müssen wir konstatieren, dass der MDR diese Lüge weiter sendet. Seit Februar darauf aufmerksam gemacht, weigern sich Intendanz, Rundfunkrat, inzwischen selbst Minister der mitteldeutschen Länder, das zu berichtigen oder berichtigen zu lassen.


In meiner Jugendzeit hatte ich drei Jahre in einer sächsischen Kleinstadt gelebt. Da wußte jeder von jedem fast alles. Man konnte sich ein Bild von den Einwohnern machen. Allerdings war auch zu sehen, dass einige wenige versuchten, das Bild, welches sie abgaben, zu schönen. Jeder weiß schon, was gemeint ist, da wurden die Frauen und Kinder geschlagen, getrunken etc. Und so entwickelten die Betroffenen großen Aufwand anders zu erscheinen als sie waren. Ich fragte mich damals schon, warum sie nicht einfach so waren, wie sie gern erscheinen möchten.

Daran werde ich jetzt 50 Jahre später erinnert, wenn ich die Reaktionen des MDR sehe. Warum berichtet er nicht einfach wahrheitgemäß, sondern hält an dieser Unwahrheit fest? Es wird Aufwand zum Abwimmeln betrieben bis in Ministerstuben,  den man ganz einfach vermeiden könnte.
Für die Lüge und deren Urheber gibt es Sendezeit, für die Realität nicht. Morgen oder übermorgen wird die Seite „Zivilgesellschaftliches“ mit den entsprechenden Materialien aufgefüllt.
Der Grund, warum wir in dieser Frage so hartnäckig bleiben ist einfach. Vermeintlich geschlossene Archive vermitteln den Eindruck, dass man sich nicht auf die Suche nach dem Vater begeben braucht. Es sei im Grunde genommen zwecklos, ist demotivierend.
Ist es nicht, im Gegenteil, russische Archive geben Auskunft, unter Umständen manchmal nicht. Diese Möglichkeiten geben Hoffnung, man kann seine Familie finden. Selbst wenn die Suche negativ verläuft, hat man die Befriedigung, es wenigstens versucht zu haben.

Vielleicht hat jemand in diesem Mediensystem doch noch die Einsicht, dass es viel menschlicher ist, bei Zusammenführungen von Familien zu helfen, als Betroffene davon abzuhalten.  Es wird immer schwieriger, die Spuren verwischen, aber es lohnt sich, sich auf den Weg zu machen  und den Russenkindern dabei zu helfen.

Herzlichen Gruß

Anatoly Rothe

 

Information September 2018

Liebe Russenkinder und Freunde,

der Monat bescherte uns die Antwort auf unser Schreiben vom Juni an die drei Ministerpräsidenten der Länder, die der MDR mit Funk und Fernsehen abdeckt. Eine Überraschung war es nicht, was da vom Chef der Staatskanzlei und Minister für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt Rainer Robra, die Antwort war mit den beiden anderen Regierungen in Sachsen und Thüringen abgestimmt, ankam.

Wir werden zu einem späteren Zeitpunkt ausführlicher unter unserer Rubrik Zivilgesellschaftliches :
https://www.russenkinder.de/index.php/zivilgesellschftlichess
eingehen.
 
Vorab nur so viel, dass der MDR nicht nach seiner Satzung arbeitet, wurde anders interpretiert und war somit nicht zu beanstanden. Nunmehr wird der MDR-Rundfunkrat sich damit befassen, dass Archivöffnungsleugner breiten Raum in der Berichterstattung erfuhren und wir abgewimmelt wurden. Ebenso soll die Frage einer Information an die Zuschauer, dass Russenkinder ihre Väter und Familien suchen können, behandelt werden.

Weiter steht im Raum, dass die Lüge von den geschlossenen russischen Archiven, durch vom MDR sorgsam betreute Akteure verbreitet, im MDR wiederum gesendet wurde. 
Warten wir die Ergebnisse der Beratung ab. Selbstverständlich wird darüber  informiert.

Es zeigt sich auch hier, dass das offizielle Deutschland sich Unterstützung für unsere Arbeit versagt. Wir helfen Menschen, die durch besondere Umstände ohne den leiblichen Vater aufwuchsen, ihn und seine Familie zu suchen. Viele andere Helfer von anderen Ethnien erhalten Zustimmung und Unterstützung, nur uns, den Russenkindern, wird sie versagt.

29 Jahre nach Ende der staatlichen Teilung, der Jahrestag wird ja in den nächsten Tagen ausführlich begangen, gibt es sie noch in den Köpfen. Wir schrieben schon einmal über das Beispiel, dass die Frau, die dasselbe für amerikanische Besatzungskinder macht, mit dem Bundesverdienstkreuz am großen Bande durch den Bundespräsidenten geehrt wurde.

Eine ungleiche Behandlung wird fortgesetzt, mag im Grundgesetz stehen was will. Wer wacht eigentlich über seine Einhaltung?

Nichts wird uns von unserer Arbeit abhalten. Sie ist notwendig, sie ist zutiefst menschlich. Das ergibt sich schon allein aus der Anzahl der Aufrufe auf unsere Webseite. Insgesamt 309 Tausend, in diesem Jahr bisher 67 Tausend und in diesem Monat knapp 6 Tausend. Insgesamt haben wir inzwischen ca. 700 Menschen Auskunft gegeben und geholfen. Die Anzahl derjenigen, die unsere Seiten aufsuchen und sich selbst helfen, können wir nicht schätzen. Dazu gab es  insgesamt 24 Tausend Aufrufe, in diesem Jahr bisher fünfeinhalb Tausend, in diesem Monat über 500. Und das aus aller Welt. Anfragen an uns gibt es ebenso aus vielen Ländern.

Bitte nicht vergessen, dass für den 27. 10. 2018 unsere Jahresmitgliederversammlung nach Berlin-Karlshorst, Deutsch-Russisches Museum um 10.30 Uhr einberufen ist. Wir freuen uns über Gäste.

Herzlichen Gruß
Anatoly Rothe

 

 

Information August 2018

 Liebe Russenkinder und Freunde,

 der Monat August wurde durch die Anteilnahme am Tode unseres Vereinsmitgliedes und Freundes, eines trotz schwieriger und ungünstiger Entwicklungs- und Lebensumstände sich nicht unterkriegen lassenden und immer freundlichen Menschen, eines Russenkindes, einer von uns, Jürgen Schubert, geprägt. Wir haben ihm eine aktuelle Meldung gewidmet (https://www.russenkinder.de/index.php/aktuelles).

Seine Freunde in Aachen möchten wir erwähnen, insbesondere Thomas Hagen. Er kümmerte sich nicht nur um seine Auftritte in den Medien, er kümmerte sich ebenso um seine Lebensumstände, um die Suche nach Jürgens Vater, um die Gentests und den daraus folgenden intensiven Mailverkehr und die Beiträge auf unserer Webseite.

Es zeigt sich, dass wir menschlich denkende und handelnde, uneigennützige Freunde und Unterstützer haben.

Siehe https://www.russenkinder.de/index.php/unterstuetzer

Das Beispiel Jürgens zeigt aber auch einen anderen Aspekt, auf den wir ebenfalls schon von Anfang an aufmerksam machen. Es geht darum, dass diejenigen Russenkinder, die in schwierigen Umständen lebten und leben, die durch ihre Herkunft bedingt waren, keine oder kaum Unterstützung fanden. Die Väter waren gewöhnlich nicht da, die Schwierigkeiten wurden durch die Familien, die Nachbarn, die Freunde, Arbeitskollegen und die anderen in ihrer Umgebung Beteiligten, ebenso sind hier die beiden Staaten zu nennen, verursacht. Sie haben es nicht geschafft, Frieden zu stiften.

Und deshalb wiederholen wir die Bitte an alle Beteiligten – Die Auslöser von Zwist und Zwietracht liegen viele, viele Jahre zurück. Besinnt Euch! Vergebt, nehmt Vergebung an! Findet zusammen! Geht aufeinander zu! Versucht es!

An Jürgen Schubert konnten wir unsere Solidarität stellvertretend für alle ausüben und beweisen. Wir haben es von Anfang an so gehalten, dass wir für alle Russenkinder arbeiten. Angenommen wurden unsere Angebote von allen, aber nicht von allen kam etwas zurück. Und in diesem Zusammenhang wurden und werden wir immer wieder gefragt, warum wir uns engagieren. Die Antwort ist einfach – wenn wir es nicht tun, tut es keiner. Wir sind die Einzigen, die schon vier Jahre dazu aufrufen und sich dafür einsetzen, dass Russenkinder ihre Väter suchen können und ihnen dabei Hilfe angedeihen lassen. Das kann und darf nicht einfach eingestellt werden.

Ein zweiter Aspekt dabei ist, dass wir aufgefordert werden, uns nicht in die psychisch kranke Ecke stellen zu lassen. Die übergroße Mehrheit unserer Kontakte sagt uns, dass sie keine Psychopathen sind und nicht wollen, dass unter dem Begriff „Russenkinder“ derartiges verstanden wird. Was wir letztendlich an der Studie der Universität Leipzig von 2014 gesehen haben, konnte dieser Nachweis auch nicht geführt werden.

Und selbstverständlich wehren wir uns in diesem Zusammenhang gegen die üblichen Klischees, die aus der Zeit des Kalten Krieges wieder hervor gekramt wurden und werden.

Unsere Kontakte gehen inzwischen auf die 700 zu, mit Russenkindern, ihren Müttern, Enkeln, Verwandten, Bekannten, Freunden und weiteren. Unsere Erkenntnisse veröffentlichen wir unter dem „Phänomen Russenkinder“ - https://www.russenkinder.de/index.php/phaenomen-russenkinder.

Das ist einer unserer am meisten aufgerufenen Artikel bei uns.Auch die frühere Version https://www.russenkinder.de/index.php/archiv wird weiter genutzt. Hier beschreiben wir unsere Erfahrungen, beschreiben die Umstände, die mit unserer Thematik zusammenhängen.

Lange Rede, kurzer Sinn – wir führen unsere Arbeit fort. Sie wird gebraucht. Sie ist human, letztendlich geht es um Familienzusammenführung.

Satzungsgemäß informieren wir darüber, dass für den 27. 10. 2018 unsere Jahresmitgliederversammlung nach Berlin-Karlshorst, Deutsch-Russisches Museum um 10.30 Uhr einberufen wird. Hiermit wird darauf hingewiesen, dass nicht nur Mitglieder des Vereins eingeladen sind, sondern alle an unseren Themen und an unseren Schicksalen Interessierte. Wir freuen uns auf Gäste!

Etwas untergegangen ist, dass im Monat August der 300 000. Aufruf unserer Webseiten erfolgt ist.

Herzlichen Gruß

Anatoly Rothe

 

Information Juli 2018

Liebe Russenkinder und Freunde,

der Juli ist eigentlich ein Urlaubsmonat mit wenigen Aktivitäten, aber auf die  Webseitenzugriffe hatte das keinen Einfluß. Siehe die Statistik am Ende der Mail.
Eine Rolle dabei spielte eine Sendung des österreichischen Fernsehens https://orf.at/stories/2448096/2447630/ am 29. Juli 2018. Unsere Webseite wurde danach förmlich überrannt. Der ORF war menschlicher und klüger eingestellt als der MDR, es wurde auf die Möglichkeiten der Suchen nach den Vätern und deren Familien  verwiesen und unsere Webadresse mit genannt. Selbstverständlich begrüßen wir solche Sendungen, da sie helfen, Besatzungskinder zur Suche nach ihren Vätern und Familien anzuregen.

Insgesamt hat sie aber auch fragwürdige Aussagen gebracht. Am Beispiel der Archivöffnungsverleugnung sah man schon, dass  CHIBOW (von der EU gefördertes Horizon-2020–Forschungsnetzwerk „Children Born of War: Past-Present-Future“ (Marie-Sklodowska-Curie-Maßnahme 642571)) es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt. In der Sendung wurde nun behauptet, dass es in Ostdeutschland 1,9 Millionen Vergewaltigungen gegeben hätte.
Das wäre eine Vervierfachung der bisher als seriös geltenden Schätzungen. Ohne Quellenangabe, ohne neue Erkenntnisse.
Selbstverständlich wurden auch nur Angaben über die Rote Armee gemacht. 
Natürlich durfte dieses: „Hingegen galten Eheschließungen zwischen sowjetischen Soldaten und einheimischen Frauen de facto als ausgeschlossen.“ nicht fehlen.  Sie waren möglich und wurden auch geschlossen. Wir hatten Kontakt zu solchen Familien, die uns für unsere Arbeit Erfolg wünschten. 
Und die weiteren üblichen Klischees …
Noch eine Betrachtung zu dieser Forschung. In der Studie der Universität Leipzig von 2015 wird davon gesprochen, dass 10 % der Besatzungskinder unter Depression leiden und weitere Beispiele anderer psychischer Leiden aufgeführt. Solche Russenkinder werden nun überall vorgeführt, im Fernsehen, in der Presse, im Radio etc. 
Über die 90 % normale Besatzungskinder wird beredt  geschwiegen. Wir sind die verschwiegene Mehrheit, um ein gängiges Wort dafür zu verwenden und spielen keine Rolle dabei.
Qui bono? Russenkindern jedenfalls nicht. Diese tendenziösen Meldungen bestätigen und verschärfen im Gegenteil antirussische Tendenzen in der Gesellschaft, also unsere Situation.

Wir hatten den Ministerpräsidenten der drei Bundesländer des MDR wegen der Behandlung unseres Anliegens, nämlich die Informationen darüber zu senden, was Russenkinder unternehmen können, ihre Väter und Familien zu suchen,  geschrieben und warten auf eine Antwort.
Wie wichtig unser Anliegen ist, wurde in den letzten Monaten deutlich. Es meldeten sich Russenkinder, die die Sendung des MDR im Februar zwar gesehen hatten, aber nicht von allein auf die Idee gekommen waren, sich auf diesen Weg zu begeben. Erst durch zufällige Gespräche mit Anderen erfuhren sie von diesen Möglichkeiten. Das ist deshalb so bedauerlich, weil es sicher noch viel mehr Russenkinder gegeben hat, die diese Sendung verfolgten und weiter untätig verharren.

Auf der Webseite wurde der Menupunkt „Suche nach dem Vater“ aktualisiert. Die Suchen nach den Vätern sind langwierig und werden immer schwieriger. Viel Zeit ist vergangen, manche Spuren verwischen. Die Bürokratie tut ein übriges.
Aber wollen wir uns nicht davon abhalten lassen. Einmal deshalb, weil die Familienzusammenführung den Beteiligten Glück beschert, aber selbst nicht aufgeklärte Fälle bringen den Suchenden eine gewisse Befriedigung, es wenigstens versucht zu haben.

Unsere statistische Zusammenfassung vom Juli 2018

Herzlichen Gruß
Anatoly Rothe

 

Information Juni 2018

Liebe Russenkinder und Freunde,

wir müssen noch einmal auf die neue Datenschutzverordnung zurückkommen. Wir befinden uns in einem Zwiespalt. Wir haben uns bei verschiedenen Stellen sachkundig gemacht, möchten diese Verordnung einhalten. Auf der anderen Seite hat es doch einige Aufregungen gegeben.

Wir verteilen diese Monatsinformationen schon sehr lange, ca. vier Jahre, es gab im Laufe der Zeit Zu- und Abgänge. Wir hielten uns an den sowieso schon lange geltenden Schutz der persönlichen Daten. Aufforderungen, diese offenzulegen, sind wir nicht gefolgt, hielten Bedrohungen stand. Wir sind nicht zu Facebook oder den anderen Social Media gegangen, da uns der Schutz der Daten sehr am Herzen liegt und wir sie nicht solchen Datenschleudern ausliefern wollten.

Sie sind bei uns sicher, wir schrieben es in unsere Datenschutzerklärung.

Wir haben einen größeren Teil von Russenkindern, deren Angehörige und weitere Personen, die schon etwas älter sind, manche haben nicht einmal einen Computer. Und so stieß es auf großes Unverständnis, dass mit einem Male keine Monatsinformation mehr kam. Die meisten hatten auch nicht verstanden, weshalb sie eine gesonderte Erklärung über den Erhalt geben sollten. Es gab für uns also einen großen zusätzlichen Aufwand für Erklärungen.

Wir informieren über unsere Arbeit und Entwicklungen, die für Russenkinder von Interesse sind. Die Einschränkung führte auch dazu, dass die entsprechende Webseite bedeutend mehr aufgerufen wurde.

Ein weiteres Argument dazu, wir erhielten die Mailadressen ja von den Empfängern selbst und jede Information ist mit der Abmeldemöglichkeit versehen.

Deshalb haben wir uns entschieden, den ursprünglichen Verteilerkreis wieder zu verwenden.

Wir bitten also diejenigen, die diese Informationen nicht mehr erhalten möchten, es uns mitzuteilen. Seien Sie also bitte so nett und geben Sie kurz Bescheid.

An uns werden neben der Hilfe bei der Suche nach den Vätern und Familien von Russenkindern mehr Anfragen gestellt, die sich mit dem Umfeld befassen, also dem Verbleib von Kriegsgefangenen, Zwangsarbeitern und deutschen Wehrmachtangehörigen. Auch da helfen wir selbstverständlich.

Die Webseiten wurden im Juni 2018 über 7 Tausend Mal aufgerufen. Neben dem „Wegweiser“ besonders unsere Seiten „Suche des Vaters“ in allen Sprachfassungen, das „Phänomen Russenkinder“ in der neuen Fassung, „Zivilgesellschaftliches“ und natürlich unsere Suchmeldungen.

Wir staunen immer wieder, dass das Interesse an unseren Seiten nicht nachläßt.

Herzlichen Gruß

Anatoly Rothe

 

 

Information Mai 2018

Liebe Russenkinder und Freunde,

wir haben uns bemüht, das neue europäische Datenschutzgesetz rechtzeitig zum 25. Mai 2018 umzusetzen. Für uns als Nichtjuristen war das schwierig, weil die Aussagen zu den einzelnen Paragraphen durch verschiedene Juristen unterschiedlich beurteilt werden. Im Grunde genommen handelt es sich bei uns um zwei Datenzusammenstellungen.

Die 1. betrifft unsere „Einzelnen Schicksale“ und unsere „Suchmeldungen“.

Hier wurden uns von den Teilnehmern die Angaben, Fotos und sonstigen Informationen zugeschickt mit der Bitte, sie auf die Webseiten zu stellen.

Wir haben dazu die Betroffenen noch einmal angeschrieben.

Und 2. geht es um die Zusendung der „Monatlichen Informationen“. Hier baten wir ebenfalls noch einmal um die Bestätigung.

Unsere Kapazitäten sind begrenzt. Wenn es jetzt bei der Einführung zu Fehlern oder Irrtümern kommt, bitten wir um Benachrichtigung. Es kann sich nur darum handeln, dass jemand unsere Informationen nicht mehr möchte, dann gebe er Bescheid. Oder es wurde aus Versehen jemand aus dem Verteiler gelöscht, so kann er sich ebenfalls bei uns melden. Neuaufnahmen sind selbstverständlich immer möglich.

Hat jemand Bemerkungen, Streichungs- oder Änderungsvorschläge zu unserer Datenschutzordnung, so bitten wir ebenfalls um Benachrichtigung. Wie immer kann unsere „Monatliche Meldung“ weitergegeben werden.

Unsere Richtlinie haben wir durch den Berliner Datenschutzbeauftragten prüfen lassen.

Die gesamte Arbeit hat Aufmerksamkeit gefordert, so dass einiges liegen geblieben ist. Wir bitten um Verständnis und werden es schnellstmöglich aufarbeiten.

Die Zugriffe auf unsere Webseiten haben darunter nicht gelitten. Die meisten Zugriffe im Mai verzeichneten neben dem Wegweiser als Eröffnungsseite wir immer die „Suche des Vaters“, „Das Phänomen Russenkinder“, welches ja kürzlich eine neue Fassung erhalten hatte, und unser „Zivilgesellschaftliches“. Von der Anzahl der Zugriffe her gab es keine größere Abweichung, sie liegt wie gewöhnlich bei knapp 6 000. Es gibt also ein unvermindertes Interesse an unseren Seiten und ihren Inhalten. Wir werden die Inhalte weiter ausbauen.

Es gibt neue Erkenntnisse, auf die wir in der nächsten Zeit zurückkommen werden.

Herzlichen Gruß

Anatoly Rothe

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Anatoly Rothe

Vorsitzender Russenkinder e.V.

Skladanowskystr. 27

13156 Berlin-Niederschönhausen

Tel. +49 30 722 90 721

Mobil +49 173 604 2991

www.russenkinder.de

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

--

(Möchten Sie unsere Mails nicht mehr erhalten, geben Sie eine kurze Nachricht. Ihre persönlichen Angaben – Name und E-Mailadresse – werden zum Monatsende aus unserem Datenbestand gelöscht. Irrtümer bitten wir uns mitzuteilen. Sie werden umgehend entsprechend unserer Datenschutzerklärung berichtigt.

Wer auf unseren Webseiten eine Suchmeldung aufgeben oder sein persönliches Schicksal bringen möchte, gebe seine Informationen an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Wie damit verfahren wird, steht auf: https://www.russenkinder.de/index.php/impressum-datenschutzerklaerung

Wer in den Verteiler der „Monatlichen Informationen“ aufgenommen werden möchte, schicke eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Diese Mail kann an Interessierte weitergeleitet werden.)

 

Information April 2018
Liebe Russenkinder und Freunde,

als Erstes möchten wir die vielen neuen Leser unserer monatlichen Informationen begrüßen, Menschen, die sich nach der MDR-Sendung im Februar bei uns gemeldet haben.
Unsere Bemühungen zur Versachlichung der Russenkinderproblematik werden unterstützt. 
Es gab viele Bekundungen, nicht auf die Schiene psychisch Leidender geschoben werden zu wollen. Es gab tragische Schicksale, das soll nicht verschwiegen werden. Es wird heute gewissermaßen allgemein erwartet, dass wir alle davon betroffen sind. Dem ist definitiv nicht so. Es gibt keine belastbaren Beweise dafür. Wir kennen keine wissenschaftlich zu nennende Arbeit, die diesen Nachweis führt.
Wir sind gebeten worden, uns weiter zu bemühen, sachliche Darstellungen zu unterstützen.

Der Monat April erwies sich als ein einigermaßen gewöhnlicher Monat mit knapp 6 Tausend Zugriffen auf unsere Seiten. Außer der noch leicht erhöhten Nachfrage nach unseren Hilfen ist zu verzeichnen, dass die russische und polnische Versionen einen größeren Zulauf hatten.
Nachfragen nach Archiven, Suchmöglichkeiten und Informationen kamen ebenso  vermehrt aus Russland und der Ukraine.
Wir sehen ein höheres Interesse an eigentlich nicht zu unserer Klientel gehörenden Fragenden. Das sind Betroffene des Krieges und deren Nachfahren, die nicht mit der Armee nach Deutschland kamen. Selbstverständlich helfen wir auch da.


Unser geplantes Russenkindertreffen werden wir auf den Herbst/Winter verschieben. Es wird auf jeden Fall stattfinden.

Der Mai bietet uns wieder die Gelegenheit, an unsere Väter und ihre Mission zu erinnern und sie zu feiern. In Berlin findet wie üblich am 8. Mai die Kranzniederlegung am Treptower Ehrenmal ab 10 Uhr statt. Man kann den ganzen Tag Menschen treffen, deren Angehörige im Großen Vaterländischen Krieg kämpften, überlebten, fielen, in Gefangenschaft ermordet wurden oder sonst ein anderes Schicksal erlitten. 

Ab 11 Uhr findet im Deutsch-Russischen Museum das jährliche Museumsfest zum Tag des Sieges statt. Wir trafen uns dort schon. Vielleicht klappt es in diesem Jahr wieder. Alle sind herzlich eingeladen.


Ein leidiges Thema – unsere Arbeit kostet zwar nichts, ist aber nicht umsonst. Wer es ermöglichen kann, uns wohlgesonnen ist und ein paar Euro übrig hat, hier unser Spendenkonto:
Bankverbindung:
Kontoname: Russenkinder
Deutsche Skatbank
IBAN DE29 8306 5408 0004 8500 09
BIC GENODEF1SLR
----------------------------------------------------------------------------
Etwas Bürokratie und IT-Informationen zur Kenntnis, ohne die es nicht geht. Ab 25. Mai treten neue Regeln über den Umgang mit Daten in Kraft. Wir informieren hier.
Bei uns ging es ja von Anfang an immer um vertrauliche Informationen. Deshalb haben wir die Verarbeitung und Weitergabe unserer Mitglieder, Anfragenden und anderen Kontakte immer unter Verschluß gehalten. Das gefiel nicht jedem. Selbst Drohungen hielten wir stand.
Die Verarbeitung erfolgt auf einem Laptop, dessen SSD verschlüsselt ist. Bevor also das Betriebssystem gestartet wird, ist die Eingabe eines Paßwortes erforderlich. Wir arbeiten mit Linux, was ebenfalls eine höhere Sicherheit bietet.
Zugang zu allen Informationen hat der Vorsitzende Anatoly Rothe. Dr. Ingrid Thomas, Vorstandsmitglied, bekommt im Rahmen ihrer Auskunfts- und Übersetzungsarbeit die für sie notwendigen Angaben, um zum Beispiel Anfragen  aus den Ländern der ehemalige Sowjetunion, beantworten zu können.
Anfragen von Journalisten haben wir an alle Russenkinder ohne Einschränkung weitergegeben. Somit erfuhren die Journalisten nur von Einzelnen, wenn ein Russenkind sich selbst meldete.
Wir geben grundsätzlich keine Informationen weiter.
Wir sind natürlich nicht zu Facebook gegangen, weil uns die Verarbeitung der Daten zu undurchsichtig war.
Damit sind wir gut gefahren. Wenn es Vorschläge zur Verbesserung unserer Arbeit gibt, wir greifen sie gern auf.
Das gilt nicht nur für die Informationsverarbeitung, das gilt generell. Ebenso sind unsere Texte auf der Webseite nicht sakrosankt. 

Einen schönen Mai, wer es ermöglichen kann, nehme an den Feiern zum 8. Mai teil.

Herzlichen Gruß
Anatoly Rothe

 

Information März 2018

Liebe Russenkinder und Freunde,

es ist Ostern, eine besinnliche Zeit. Wir sollten die Gelegenheit nutzen einzuhalten, nachzudenken und uns zu besinnen.

Was die Russenkinder anbelangt – beginnen wir mit einem äußerst erfreulichen Anlaß.

Herr Prof. Dr. Dr. Dr. Hermann Maurer von der TU Graz in Österreich gab uns die Gelegenheit, die Erkenntnisse unserer Arbeit auf den Seiten vom Austria-Forum zu veröffentlichen. In Deutschland war eine Publikation zum Thema nicht möglich. Offiziell gibt es bei uns keine Zensur.

Nunmehr haben uns inzwischen um 600 Russenkinder kontaktiert, wir erfahren Umstände ihres Lebens, haben sie verallgemeinert und zusammengestellt. Wer am Thema interessiert ist, kann diese Gelegenheit nutzen.

Und worum wir immer bitten, helft uns, diese Informationen weiter auszubauen!

Wir möchten uns noch einmal bei Herrn Prof. Dr. Maurer ganz herzlich bedanken!

https://austria-forum.org/af/AEIOU/Russenkinder#section-AEIOU_2FRussenkinder-Russenkinder

 

Wir schrieben ja schon davon, dass im Februar eine Sendung über Russenkinder im MDR gesendet wurde. Bis heute reißen die Anrufe und Mails bei uns nicht ab.

Wir schrieben der Intendantin einen Brief und fragten, warum Russenkindern, am Ende wurde ja gesagt, dass es noch Tausende gibt, nicht mitgeteilt wurde, wie sie ihre Väter suchen können. Bei einer Veranstaltung, bei der wir andere Vereine trafen, ergab sich die Diskussion, warum manche Teile der Zivilgesellschaft in Deutschland, und dazu gehört unser Verein ja ebenfalls, ungleich behandelt werden. Daraufhin stellten wir einen weiteren Menupunkt in Netz: „Zivilgesellschaftliches“:

https://www.russenkinder.de/index.php/zivilgesellschftliches

Dort kann man auch die Antwort, die die Intendantin hat erarbeiten lassen, nachlesen.

Daraus wird wieder einmal ersichtlich, wie wichtig solche Gelegenheiten sind, wie die uns von Prof. Maurer zur Verfügung gestellte.

Die Antwort vom MDR zeigt, dass Frau Glaesmer von der Leipziger Universität, die Leiterin einer mehrfach erwähnten Studie, die Zeit der sowjetischen Truppen auf dem Territorium der DDR völlig ausgeblendet hat, wenn sie schreibt, dass unsere Väter über 90 Jahre alt sein müssen. Sie, die DDR-Zeit, existiert einfach nicht für sie. Das jüngste uns bekannte Russenkind ist Jahrgang 1990.

Ostdeutsche sind das ja gewohnt, es gab ihr Leben und ihre Erfahrungen nicht. Westdeutsche und jüngere stromlinienförmig Angepasste sagen uns, wie wir lebten und was war.

Wie will man über Russenkinder seriös wissenschaftlich arbeiten und berichten, wenn man 40 Jahrgänge einfach unter den Tisch fallen läßt und so tut, als würde es sie nicht geben. Und das an einer ostdeutschen (!) Universität.

Wer also wissenschaftlichen Ansprüchen genügen möchte und über sowjetische Besatzungskinder in Deutschland forscht, ist schon genötigt, sich mit der Zeit bis zum Ende der Besatzung im Jahre 1994 zu beschäftigen. In den 49 Jahren der Anwesenheit sowjetischer Truppen auf deutschem Territorium haben sich die Bedingungen entwickelt und sich wesentlich verändert. Und da hat uns, den Russenkinderverein, der über sehr viele Kontakte und Erfahrungen über die gesamte Besatzungszeit verfügt, schon sehr verwundert, dass es nur ganz wenige wissenschaftliche Einrichtungen gibt, an dieser Stelle ist Prof. Silke Satjukow, jetzt Uni Halle, zu nennen, die uns kontaktiert haben. Wir helfen allen.

Es geht uns nicht um die Uni Leipzig, es geht uns um die Forschung zu Russenkindern überhaupt. Wir sind von Anfang an bereit gewesen, unsere Beiträge zu leisten.

Wir geben uns mit einer solchen o.g. Antwort natürlich nicht zufrieden und schrieben den Rundfunkrat des MDR an.

Aber es geht bei diesem Zivilgesellschaftlichem nicht nur um diesen Punkt. Vielleicht sehen Sie sich das einmal an.

Wir denken, dass wir mit mehr Öffentlichkeit besser fahren werden. Jedenfalls hatte unsere Rücksichtnahme, Schriftverkehr und Antworten nicht zu veröffentlichen, nur dazu geführt, dass wir verdrängt, verschwiegen, benachteiligt und diskriminiert wurden. Jetzt kann jeder alles nachlesen und sich sein eigenes Urteil bilden.

Das verschobene Russenkindertreffen in Neustrelitz wird voraussichtlich in der zweiten Hälfte im Mai nachgeholt. Es war ja unter dem Gesichtspunkt angesetzt worden, die Lebensumstände in einer Garnisonsstadt der sowjetischen Armee zu erleuchten. Die Behandlung des Themas durch den MDR zeigt auch hier, wie wichtig diese Aufklärung ist.

Unsere Webseiten wurde in diesem Monat täglich 260 Mal aufgerufen.

Unserem Freund Jürgen Schubert geht es gesundheitlich nicht so gut. Er ist in ein Hospiz gezogen, wo er gut versorgt wird. Wir wünschen ihm von ganzem Herzen, dass er gesundheitlich so gestellt wird, dass sein Leben in erträglichem Rahmen verläuft. Und natürlich, dass es nach so viel Mühe gelingt, die Familie seines Vaters zu finden.

Alles Gute Jürgen!

Herzlichen Gruß

Anatoly Rothe


 

Information Februar 2018

Liebe Russenkinder und Freunde,

was den Webseitenbesuch anbelangt, startete der Februar etwas schwach. Als die MDR-Sendung am 21. ausgestrahlt wurde, gab es sofort einen bedeutenden Aufschwung.  Wir sind bei 7 000 Aufrufen gelandet.

Wir erhielten ebenso verstärkt Anrufe und Mails von Menschen, die selbst Russenkinder, Mütter oder Nachfahren dieser sind. Es gab die üblichen Fragen, was man tun kann, die Familie des Vaters zu finden. Hier helfen wir, wie wir es schon immer getan haben.

Wir wurden natürlich ebenso gefragt, warum wir, die wir Russenkindern helfen, den Vater und seine Familie zu finden, nicht genannt wurden.

Nun – wir wurden nicht kontaktiert, obwohl die Sendungsbeteiligten uns und unsere Arbeit kennen.

Wir entschlossen uns, der Intendantin des MDR einen Brief zu schreiben.

Des weiteren bemühen wir uns darum, dass das für uns wichtigste Archiv in Russland, nämlich das des Verteidigungsministeriums in Podolsk, wieder zur Auskunftserteilung zurückkehrt.

 

Zum angekündigten Russenkindertreffen:

Es findet am Sonnabend, den 31. 3. 2018 um 14.00 Uhr bei unserem Freund

Joachim Haude Stendlitzstr. 3 in 17235 Neustrelitz statt.

Wir erhoffen uns die Schilderung weiterer Schicksale von Russenkindern und Informationen auf die Frage, wie eine Garnisonstadt mit der Sowjetarmee zusammen gelebt hat.

Wer teilnehmen möchte, gebe bitte kurz Bescheid. Unser Freund Joachim Haude gibt sich große Mühe und wir möchten, dass das Treffen ein Erfolg wird.

Herzlichen Gruß

Anatoly Rothe

 

 

Information Januar 2018

Liebe Russenkinder und Freunde,

der Monat Januar bescherte uns reichlich Zugriffe auf unsere Webseiten, insgesamt 14.300, das entspricht täglich über 430 Aufrufe, der drittgrößte monatliche Wert seit Bestehen.  Wir hatte von Anfang an auf bestimmte thematische Schwerpunkte orientiert. Im Januar rückten unsere Suchmeldungen in den Vordergrund.
Sie wurden im vergangenen Jahr ausgebaut und so verwundert die Steigerung allein in diesem Monat auf 45 % der gesamten Aufrufe des vergangenen Jahres nicht sonderlich. Besonders legten die englische, deutsche, und polnische Version zu.
Unser Freund Jürgen Schubert, dem wir von ganzem Herzen Erfolg dabei wünschen, ist überdurchschnittlich daran beteiligt.

Nach der Überarbeitung der Angaben zur Suche des Vaters legten auch diese Seiten in den verschiedenen Sprachen zu.

Wie immer – unsere Seiten werden aus vielen Ländern der Welt aufgerufen. Kurz gesagt, das Jahr 2018 begann mit einer weiteren Bestätigung der
Notwendigkeit und der weltweiten Resonanz unserer Webseite.

Es gab eine Anfrage zu einem Problem, welches wir in dieser Form noch nicht hatten. Gesucht wird das Kind eines sowjetischen Kriegsgefangenen, der zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt wurde und offensichtlich durch eine deutsche Frau geliebt wurde. Wir haben uns informiert und die erste Auskunftsstelle, WAST in Berlin, zu unseren Suchadressen hinzugefügt. Sie stellt die notwendigen Unterlagen zu einem Suchantrag in deutscher und russischer Sprache zur Verfügung. 
Wir werden versuchen herauszubekommen, welche Archive in Russland für die weitere Suche zuständig sind. 
Es gab Millionen sowjetischer Kriegsgefangener, hier können wir dazu beitragen, dass die Suchmöglichkeit nach Informationen über sie in Deutschland bekannter wird. 

Und schließlich noch – für den 31. 3. 2018 um 14 Uhr ist in Neustrelitz, Mecklenburg-Vorpommern, ein Russenkindertreffen geplant. Wir möchten erreichen, dass das Leben in der DDR in Garnisonsstädten ausgeleuchtet wird. Wir selbst sind gespannt darauf. Es werden selbstverständlich die
Beteiligten zur Sprache kommen.
Interessierte sind herzlich dazu eingeladen. Der Versammlungsort wird noch bekannt gegeben. Wir bitten um Mitteilung, wer teilnehmen möchte.

Herzlichen Gruß
Anatoly Rothe

 

Information Dezember 2017

Liebe Russenkinder und Freunde,

der Jahreswechsel zu 2018 bietet Gelegenheit, unser Tun und seine Wirkung nachzuprüfen.
Im Mai 2014 ging die Webseite ins Netz. Im Herbst 2014 gründeten wir den Verein „Russenkinder“ e.V.

In diesen Tagen wird der viertelmillionste Seitenaufruf auf unserer Webseite erfolgen. Etwas, was wir uns in den kühnsten Träumen nicht hätten vorstellen können. Von Anfang an gaben  wir die Adressen der uns bekannten russischen Archive an, schrieben, was zu einer Anfrage nötig sei und halfen ebenfalls von Anfang an Russenkindern dabei. Natürlich stand ebenso das Bemühen, in die Öffentlichkeit zu gehen, damit wir dazu aufrufen können. 

Zur Arbeit gehört, dass sich Russenkinder an uns wenden können, wenn sie Beratung benötigen. So haben wir inzwischen ca. 500 von ihnen geholfen. Die Schicksale waren zum Teil tragisch, zum Teil hatten sie sich mit den Umständen abgefunden und nun ergab sich durch uns die Möglichkeit, es einfach zu versuchen. Und so konnten wir sehen, dass diese Möglichkeit diese Menschen aktivierte und ihr Selbstbewußtsein stieg.

Etwas Statistik, aus der ersichtlich wird, welche Dynamik unsere Arbeit entwickelt hat. Insgesamt über 50 % mehr Aufrufe als im Vohrjahr. 
Ganz besonders erfreulich ist die Entwicklung der russischen Version. Sie wird weltweit aufgerufen, ebenso können wir sehen, dass sie in vielen Regionen der ehemaligen Sowjetunion verfolgt wird. Das ist inbesondere für unsere Suchen nach Vätern und Familien wichtig.
Die außerordentliche Steigerung in der österreichischen Version ist dadurch entstanden, da  sie erst seit dem 2. Halbjahr 2017 auf der Webseite steht.
Die Suchmeldungen wurden in diesem Jahr erheblich ausgebaut, was sich an den Zahlen ablesen läßt.
Zu unseren einzelnen Schicksalen ist zu sagen, dass wir sie eigentlich erweitern wollten. Wir möchten ein breiteres Spektrum zeigen, als es durch die wenigen öffentlich zugänglichen Schicksale sichtbar wird. Aber es findet sich niemand, der bereit ist, seine Geschichte zu erzählen, trotz der Möglichkeit der Anonymisierung.  Es entsteht der Eindruck, dass diejenigen, die ihr Schicksal öffentlich gemacht haben, einer gewissen Selektion entsprechen. 
Unter „Suche des Vaters“ kann man lesen, was nötig ist, um sich auf den Weg zu machen. Die Seite wird sofort aktualisiert, wenn es neue Erkenntnisse gibt. Jeder Mensch kann diesen Informationen folgen und seine Suche selbstständig durchführen. Wie oben schon geschrieben, geben wir selbstverständlich Hilfe.

Wir werden oft gefragt, welche Informationen wir über diejenigen lesen, die unsere Seiten aufrufen.  Unser Provider stellt uns nur anonymisierte Informationen zur Verfügung. Wir können zum Beispiel sehen, aus welchem Land die Aufrufe erfolgen. Ebenso kann man vielfach die Region sehen. Wir wissen aber nicht, wer es im Einzelnen ist. Jeder kann gefahrlos ohne Identifizierung durch uns unsere Webseite nutzen.

Für das nächste Jahr wünschen wir uns, dass es gelingt, unsere Arbeit in eine breitere Öffentlichkeit zu bringen, damit mehr Russenkinder erreicht werden, um ihnen  verstehen zu geben, dass sie Möglichkeiten haben, ihre Väter und deren Familien zu finden und sie dazu zu motivieren.

Wir bedanken uns bei unseren Spendern, die unsere Arbeit finanziell abgesichert haben. Ebenso bei unseren Helfern, auch denjenigen, die nicht in die Öffentlichkeit möchten, für ihre Arbeit, für ihre Ratschläge und ihren Beistand.


Gleichfalls danken wir dem Deutsch-Russischen Museum in Berlin- Karlshorst, dass wir unsere Jahresversammlungen in seinen Räumen durchführen können.

Allen ein gesundes neues Jahr!

Herzlichen Gruß

Anatoly Rothe

Anhang
Statistik der Webseite 2017

 

 

 

Besondere Information Dezember 2017

 

Liebe Russenkinder und Freunde,

eigentlich ist es egal, was andere Besatzungskindervereine und deren sonstige oder wissenschaftliche Umgebungen über Russenkinder und unsere Vereinsarbeit sagen.

Besatzungskindervereine, in einer Organisation mit Namen BOWin europaweit vereint, verweigern uns demokratische Mitbestimmung.

Wenn aber in unser unmittelbares Handeln hinein vorgegangen wird, was unsere Tätigkeit, für die wir keine Entschuldigung brauchen, weil wir Menschen helfen, ihre Väter und Familien zu finden, was wir für ein Menschenrecht ansehen, also die geeignet ist, diese zu stören, müssen wir öffentlich dagegen vorgehen.

Von Anfang an im Jahre 2014 war es unser Anliegen, Russenkinder aufzurufen, ihre Väter zu suchen und ihnen dabei Hilfe angedeihen zu lassen. Wir veröffentlichen seit 2014 die Art, wie man einen Antrag an die russischen Archive formulieren kann, ebenso die entsprechenden Archivadressen, haben inzwischen von Antworten weiterer Archive Kenntnis. Und schließlich helfen wir, wenn ein Russenkind es möchte.

Wir stellen Suchmeldungen auf unsere Webseiten in sechs verschiedenen Sprachen.

In diesem Jahr haben wir schon über 100 000 Aufrufe unserer Webseite, täglich über 300. Die Aufrufe erfolgen weltweit.

Der Schreiber dieser Zeilen fand 1997 das Grab seines Vaters und dessen Familie über das Archiv des Russischen Verteidigungsministeriums in Podolsk. Inzwischen haben wir von vier weiteren Archiven Kenntnis, die ebenfalls Auskünfte über unsere Väter geben.

Und deshalb empört es uns, wenn Beteiligte wider besseren Wissens Lügen und dummes Zeug über diese Archive und unsere Arbeit verbreiten. Oder gar ganz verschweigen, als seien sie die einzigen, die eine solche Arbeit ausführen.

Das Verschweigen solcher Möglichkeiten für Russenkinder, aber noch viel schlimmer, die Leugnung dieser Möglichkeiten, hindert Russenkinder daran, sich auf die Suche nach ihren Vätern zu begeben.

Vor zwei Jahren mußten wir schon einmal eine solche Lüge zurückweisen, die von einer Dozentin der Universität Leipzig in der Zeitung „Die Welt“ verbreitet wurde.

(https://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article141995358/Alliierte-Soldaten-zeugten-mehr-als-200-000-Kinder.html)

Weshalb nun diese Information?

Am 23. 10. 2017 brachte der Deutschlandfunk, dem wir übrigens jeden Monat unsere Informationen zuschicken, wieder einmal eine Sendung zum Thema „Besatzungskinder“. Nachzulesen unter:

http://www.deutschlandfunk.de/besatzungskinder-vaeter-gesucht.1773.de.html?dram:article_id=398870

Und dort kann man etwas weiter unten lesen:

Kaum Chancen bei russischen Vätern ...

Wer nach einem russischen Vater sucht hat, kaum eine Chance, so Ute Timmerbrink.“ * Kommafehler im Original

Frau Timmerbink beschäftigt sich mit den amerikanischen Besatzungskindern. Von den russischen hat sie, wie ich einmal kurz in einem Gespräch mit ihr feststellen konnte, nur sehr vage Vorstellungen. Sie weiß um unseren Verein, um unsere Arbeit. Warum sie so über uns und unsere Möglichkeiten herumlügt und unsere Erfolge und Hilfen verschweigt, können wir nicht nachvollziehen.

Die Frau hat das Bundesverdienstkreuz für ihre Arbeit bekommen. Dazu sei ihr gratuliert.

Warum sie sich aber von Anfang an gegen den Verein „Russenkinder e.V.“ gestellt hat und unsere Arbeit verleugnet, das wird sie wohl nur allein wissen.

Wie schon gesagt, das ist uns eigentlich egal, was die Leute so daher reden.


Aber Russenkinder davon abzuhalten, sich auf die Suche nach ihren Vätern und Familien zu begeben, das kann und darf nicht unwidersprochen bleiben.

Wir sind offensichtlich die Einzigen, die die Rechte und Interessen der Russenkinder wahrnehmen.

Die Medien sind den Anderen geöffnet, wir werden verschwiegen, diskriminiert.

Warum? Sind Russenkinder weniger wert als andere Besatzungskinder?

Und warum fragen die Medien nicht einmal nach, sondern verbreiten diese Unwahrheiten?

Herzlichen Gruß

Anatoly Rothe

 

Information November 2017

Liebe Russenkinder und Freunde,

es gibt etwas Wichtiges zu vermelden, nämlich ein deutsches Russenkind erhielt vom Zentralarchiv des FSB in Moskau Auskunft zu seinem Vater.

Als Erstes möchten wir den Verantwortlichen, die das ermöglichten und daran mitgewirkt haben, danken!

Für die Betroffenen sind diese Auskünfte über ihre Väter und ihre Familien nach so vielen Jahren ein außerordentliches Ereignis. Sie geben Mut, Freude, regen an, die Suche zu forcieren. Wir erleben, dass es ein regelrechtes Aufblühen des Lebensgefühls gibt.

Deshalb ist es so wichtig, dass wir diese Auskünfte bekommen, deshalb danken wir den Verantwortlichen für ihre Arbeit, deshalb geben wir diese Informationen auf unserer Webseite weiter.

Und eben deshalb möchten wir weiter in der Öffentlichkeit alle Russenkinder aufrufen – Sucht Eure Väter, sucht Eure Familien!

Wir hatten im Sommer nach Moskau geschrieben. Zwar ist keine Antwort eingetroffen, aber wir sehen in diesem oben erwähnten Umstand eine Ermutigung. Vielleicht hat sich etwas getan. Von diesem Archiv hatten wir noch nicht vernommen, geschweige denn von einer Auskunft gehört.

So denken wir, dass es jetzt an der Zeit sei, noch einmal das Archiv des Verteidigungsministeriums, ZAMO in Podolsk, das für uns wichtigste, weil ein Großteil unserer Väter in der Armee diente, anzuschreiben.

Wer von dort ein Schreiben mit dem Inhalt erhalten hatte, es sei nicht zuständig, es hätte andere Aufgaben etc., der erneuere einfach seinen Antrag. Neues Datum, unterschreiben und abschicken.

Wir wissen aktuell von zusammen ca. 10 solcher Antworten in Deutschland und Österreich. Wir würden damit keine große Welle auslösen, der Aufwand für die Auskunftserteilung für das Archiv hielte sich in Grenzen.

Wer aus Podolsk eine Antwort erhalten hat, dass der Gesuchte sich nicht im Bestand befindet, sehe sich unsere Webseite an:

https://www.russenkinder.de/index.php/suche-des-vaters

Da stehen inzwischen vier Adressen der anderen Archive, die für den Vater zuständig sein könnten. Der Vater war nicht in der Armee, sondern in einem anderen Dienst.

Und hier gilt ebenfalls, sie nacheinander anzuschreiben. Neue Adresse einsetzen, neues Datum, unterschreiben und den Antrag abschicken.

Ehrlich gesagt, durch die Ereignisse der letzten Monate, Webseitenzusammenbruch und Neuaufbau, habe ich ein wenig den Überblick über die Suchstände verloren.

Wer Hilfe braucht, wer sich noch einmal beraten möchte, kann sich bei mir melden.

Versuchen wir es! Viel Glück dabei!

Ansonsten hat sich das Interesse an unseren Webseiten wieder auf ein normales Maß eingependelt, zwischen 5 und 6 Tausend Zugriffe im Monat.

 

Herzlichen Gruß

Anatoly Rothe

 

 

 

Information Oktober 2017

Liebe Russenkinder und Freunde,

 

wichtigstes Ereignis in diesem Monat für uns war die Jahresversammlung des Vereins Russenkinder e.V.

Siehe Link: https://www.russenkinder.de/index.php/aktuelles

Sie hat gezeigt, dass unsere Arbeit weltweit beachtet wird. Unsere Webseite wird jeden Tag mehr als 300 Mal aufgerufen. Die Besucherzahlen im laufenden Jahr bis Oktober 2017 haben die zum gesamten Jahr 2016 erheblich übertroffen. Siehe Anlage (als PDF-Datei und als JPG-Bild beigelegt)

Einmal ist das Interesse an unseren Informationen wie die

- „Suche nach dem Vater“ - den Adressen der russischen Archive,

- nach unserer Sicht auf die Genese - „Das Phänomen Russenkinder“,

- besonders nach unseren Sprachversionen Österreichisch, Russisch und Englisch

groß. Noch mehr freuen wir uns darüber, dass unsere Suchmeldungen eine enorme Steigerung erfuhren.

Wir könnten wesentlich wirksamer werden, wenn es gelänge, die veralteten Informationen in den Sprachversionen Russisch und Englisch zu aktualisieren. Ansätze, Versprechungen gab es, aber bis jetzt ist nichts daraus geworden.

Wir arbeiten für Menschen, denen wir einen Weg zeigen wollen, wie sie ihre Väter und deren Familien finden können. Eine humanitäre Aufgabe, bei der wir nur von wenigen Personen unterstützt werden.

Denen haben wir in unserer Jahresversammlung ganz besonderen Dank für ihre Arbeit ausgesprochen.

Wer uns helfen möchte, kann sich gern bei uns melden. Schon kleine Texte, zum Beispiel bei den Suchmeldungen, würden eine Bereicherung darstellen.

In Berlin fand ein Treffen von Besatzungskindern statt. Wie üblich wurden wir dabei nicht einmal erwähnt, wie übrigens die französischen Besatzungskinder ebenfalls nicht. Da haben wohl einige den Begriff „Besatzungskinder“ für sich allein usurpiert.

Naja – altes Westdenken läßt sich nicht so einfach ausmerzen, selbst nach 27 Jahren Wiedervereinigung nicht.

Der Tagesspiegel berichtete über das Treffen, ebenfalls natürlich ohne uns zu erwähnen. Trotzdem bescherte uns die Veranstaltung einige Besucher auf unserer Webseite.

Herzlichen Gruß

Anatoly Rothe

 

Information September 2017

Liebe Russenkinder und Freunde,

der Monat September war durch den Wiederaufbau unserer Webseiten gekennzeichnet. Der Prozeß wurde aufmerksam verfolgt, uns wurden die besten Wünsche für diese zusätzliche Arbeit übermittelt und die Bitte, nicht aufzuhören. Unsere Arbeit ist human, sozial, absolut notwendig, weil kein Anderer sie sonst für Russenkinder erledigt.

Sie hilft, Menschen ihre Väter und deren Familien miteinander bekannt zu machen.

Es war wieder eine Bestärkung, nicht nachzulassen in unserem Wirken. Als Folge dieser Umstände wurden unsere Seiten über 12.000 Mal aus der ganzen Welt aufgerufen, so viel wie noch nie in diesem Jahr.
Der Wiederaufbau brachte natürlich neue Ideen hervor. So haben unsere österreichischen Freunde ihre Suchen ins Russische übersetzt und ins Netz gestellt. Deshalb wollen wir fragen, ob unsere deutschen Suchmeldungen nicht ebenfalls ins Russische übersetzt werden können. Wer eine solche Möglichkeit hat, gibt uns die Übersetzung.
Bei der Betrachtung unserer Leser stellten wir fest, dass unsere Seiten regelmäßig im gesamten  Gebiet der ehemaligen Sowjetunion gelesen werden. Deshalb können sie in Russisch einen größeren Kreis ansprechen.

Wie es so ist, kam dadurch die inhaltliche Arbeit ein wenig zu kurz. Hier werden wir uns in der nächsten Zeit mehr damit beschäftigen. Da sind die Antworten des Militärarchives in Podolsk, die verschiedenen Russenkindern verschiedene Antworten gegeben haben, warum sie seit einiger Zeit keine Anfragen mehr beantworten. Inzwischen haben wir Kenntnis von mindestens vier verschiedenen Varianten.


Der russische Präsident hat uns bisher auf unsere Bitte um Mithilfe nicht geantwortet.


Der Zustand, keine Auskünfte aus dem für uns wichtigsten Archiv, nämlich dem der Armee zu bekommen, wird uns weiter beschäftigen.


Und noch etwas - es geht um unsere Mütter. Wir konnten durch unsere vielseitigen Kontakte feststellen, dass es von Anfang an Mütter gab, die nicht ruhten, um uns, den Russenkindern, ihre Väter zu verifizieren. Das zog sich bis zum Abzug der Sowjetarmee hin. Es gab mutige Frauen, die initiativreich und mit Hartnäckigkeit  sich darum kümmerten. 
Das wurde bisher in der Öffentlichkeit fehlinterpretiert oder gleich ganz verschwiegen. 

Unsere Mütter hatten teilweise schwierige Lebensabschnitte.


Setzen wir ihnen ein Denkmal! Wenn wir es nicht tun, tut es niemand. Alle deutschen Regierungen haben es nicht getan, Rußland hat bisher dazu nichts getan und Kasachstans Präsident Nasarbajew hat sich in seinem bisher einzigen Falle verweigert. Ehren wir unsere Mütter!

Schließlich zur Erinnerung:
Am 21. Oktober um 10.30 Uhr findet unsere Jahresversammlung im Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst statt. Wir laden unsere Mitglieder ein, ebenso unsere Freunde, Helfer und alle, die sichfür uns und unsere Tätigkeit interessieren.

Herzlichen Gruß
Anatoly Rothe

 

Monatsinformation August 2017

 

Liebe Russenkinder und Freunde,

vor ein paar Tagen erlitten wir einen Schlag. Die Webseite war nicht mehr erreichbar und konnte auch nicht wiederhergestellt werden. Sie muß also neu aufgebaut werden. Sie wird ungefähr in der Form mit gleichem bzw. erweiterten Inhalt erstehen. Wenn es in den nächsten Tagen nicht ganz ordentlich darauf zugeht, sehen Sie einfach darüber hinweg.

Für Hinweise auf Unrichtigkeiten, Gestaltungsmängel etc. sind wir dankbar.

Die noch intakte Webseite wurde bis 26. 8. über 6 Tausend Mal aufgerufen.

Das wichtigste Archiv für uns ist das in Podolsk. Es ist das Archiv des Verteidigungsministeriums, also das der Armee. Unsere Väter waren in der überwiegenden Mehrzahl Angehörige der Roten, später Sowjetarmee.

Es hatte seine Auskunftstätigkeit eingeschränkt, weil es den Nachweis haben wollte, dass die Gesuchten unsere Väter sind.

Nun fragen wir ja gerade deshalb nach, um mit deren Informationen herauszubekommen, ob es unsere Väter sind. Eine andere Möglichkeit gibt es für uns nicht.

Wir geben deshalb zur Zeit die Empfehlung, die Anfragen mit einer Meldebescheinigung, die Antragstellers Namen, Geburtstag und -ort und die aktuelle Adresse beinhaltet, zu vervollständigen. Dazu natürlich eine beglaubigte Übersetzung in Russisch. Das gilt für Deutschland, Österreich und Dänemark. Natürlich ebenso für die anderen Länder, in denen die Truppen stationiert waren.

Mehr können wir nicht tun, es ist quasi ein Angebot, die Arbeit zu versachlichen, und hoffen auf ein Einsehen des Archivs.

Die Antwort auf unseren Brief an den Kreml ist noch nicht eingetroffen.

Wir bemühen uns, die Webseite so schnell wie möglich wieder in Gang zu setzen.

Herzlichen Gruß

Anatoly Rothe

 

Information Juli 2017

Liebe Russenkinder und Freunde,


der Monat Juli – Ferien- und Urlaubszeit – Erholung und Entspannung.
Nicht für die Webseite – sie wurde wieder vermehrt weltweit aufgerufen (ca. 7 000 Mal). Mit dem Juli sind knapp 60 % des Jahres abgelaufen. Unsere Seiten dagegen wurden inzwischen fast schon so oft wie im vergangenen Jahr angeklickt (96%).
Im Einzelnen zum Vorjahr:
Deutsche Seiten         80%
Österreichische          270%, kamen erst in der zweiten Hälfte des Jahres
Russische                    150%
Englische                     83%
Polnische                    116%
Französische               80 %
Hebräische                  76 %

Davon
Unsere Einzelschicksale            107 %

Die Suche nach dem Vater        72%
unsere Suchmeldungen             81%
Insgesamt verzeichnen
Aufrufe seit Beginn
unsere Seiten etwas mehr als     208 Tausend

Wir haben dem russischen Präsidenten Wladimir Putin einen Brief geschrieben, in dem wir ihn bitten zu helfen, dass das Archiv des Verteidigungsministeriums, welches im vergangenen Jahr die Auskünfte zu unseren Vätern für uns nicht mehr erlangbar machte, wieder zur bisherigen Auskunftsweise zurückzukehrt. Das Archiv ist für eine große Anzahl von uns die einzige Möglichkeit, den Vater bzw. seine Familie zu finden.
Über die Antwort wird selbstverständlich informiert.
Die Jahresmitgliederversammlung wird für Sonnabend, den 23. September 10.30 Uhr wieder in das Deutsch-Russische Museum in Berlin Karlshorst einberufen.
Die Einladung ist angehängt.
Mitglieder und selbstverständlich unsere Freunde sind herzlich dazu eingeladen. Außerdem bitten wir darum, dass zu unserer Arbeit Stellung genommen wird.
Wer nicht kommt, den bitten wir um schriftliche Beiträge, sie werden alle verlesen.Turnusmäßig steht die Wahl des Vorstands an. Wer Interesse hat, im Vorstand mitzuarbeiten, melde sich. Bewerbungen werden bis unmittelbar zur Wahl während der Jahresversammlung angenommen.


Herzlichen Gruß
Anatoly Rothe

Information Juni 2017


Liebe Russenkinder und Freunde,

nach den beiden außergewöhnlichen Monaten April und Mai sind die Zugriffe auf unsere Webseite wieder auf ein normales, wenn auch etwas höheres Maß als üblich, nämlich auf 6 300 Klicks gekommen.
Unsere Seiten werden gebraucht, es gibt kein Nachlassen. Wir sind im deutschsprachigen und internationalen Raum die Einzigen, die Informationen und Geschichtsaufklärung zum Thema Russenkinder in diesem Umfang zur Verfügung stellen.
Und das Wichtigste – wir geben Russenkindern Anregungen darüber nachzudenken und es zu versuchen, ihre Väter, respektive deren Familien zu suchen und zu finden.
Letzteren Gedanken haben wir bei den Aufnahmen zu einer Sendung im Rundfunk in den Mittelpunkt gestellt. Wann das gesendet wird, wird mitgeteilt.
Es gab eine Reihe von Veranstaltungen, auf die wir in unseren Terminen aufmerksam machten. Es gab Begegnungen von uns.
Im übrigen sind wir dabei, unsere Bemühungen in Richtung Ausbau unserer Seiten in den Sprachen voranzubringen.

Letztlich noch – das erste Halbjahr ist herum, Kosten sind angefallen, weshalb wir die Bitte äußern, einmal etwas Geld für die Arbeit des Vereins zu spenden.
Die Bankdaten stehen auf der Webseite, hier sind sie noch einmal:
Kontoname: Russenkinder
Deutsche Skatbank
IBAN DE 2983 0654 0800 0485 0009
BIC GENODEF1SLR
Für den September sind wir dabei, unsere Jahresversammlung vorzubereiten. Turnusgemäß steht die Vorstandswahl an. Deshalb bitten wir darum, dass Mitglieder, die sich bereit finden, sich zu melden. Wir haben drei Vorstände in der Satzung.
Die Arbeit ist nach drei Jahren eingelaufen, die Webseite wird gepflegt. Aufgabe der Vorstände wäre zunächst einmal, Vorhaben
vorzuschlagen, zu vorgeschlagenen Stellung zu beziehen und bei Möglichkeit bei der Realisierung zu helfen. Selbstverständlich ist bei unseren Kräften nur das von Bedeutung, was zu realisieren möglich ist.


Überlegt es Euch!Eine schöne Sommerurlaubszeit allen!

Herzlichen Gruß
Anatoly Rothe

Information Mai 2017

Liebe Russenkinder und Freunde,

der Monat Mai bescherte uns wieder einmal eine überdurchschnittliche Anzahl von Webseitenbetrachtungen – knapp 14 500, was einem täglichen Zugriff von ca. 465 Klicks bedeutet.

Die drei am meisten aufgerufenen Seiten sind „Rechtliches“, „Video“ und das schon lange favorisierte „Phänomen Russenkinder“.

Wir schließen daraus, dass der Bedarf an Informationen über die Russenkinder groß ist. Einsprüche haben wir bisher nicht erhalten.

Unsere Informationen bekommen wir im Kontakt von ebenjenen. Wir werden angefragt, was man tun kann. Ebenso fragen wir nach den Schicksalen der Einzelnen. Und da sind uns diese Klischees wie - Vater von der Militärpolizei abgeholt und nach Sibirien geschafft – es gibt noch weitere, noch nicht einmal nachweislich begegnet. Wer seinen Vater gefunden hat, erzählt uns andere Geschichten.

Wir wollten von Anfang an zur Versachlichung unseres Themas beitragen, was offensichtlich gelingt. Wir überlegen, was noch in dieser Hinsicht getan werden könnte. Vielleicht hat jemand Vorschläge dazu.

Am Dienstag, den 27. Juni 2017 um 19.00 Uhr gibt im Konzerthaus Berlin das Orchester der Russisch-Deutschen MusikAkademie mit Valery Gergiev ein Konzert.

Das ist eine gute Gelegenheit, sich zu treffen. Orchester, Dirigent und Programm sind wie für uns gemacht. Es gibt Beethovens Violinenkonzert und Pjotr Tschaikowskys 5. Sinfonie.

Beethoven wurde in Bonn geboren, sein Hauptschaffen entstand in Wien. Also ein österreichischer Bezug ist ebenfalls dabei enthalten. Mit dem Einmarsch der Roten Armee in Deutschland, wir schreiben es ja im Phänomen Russenkind, kam auch die russische und sowjetische Kunst und Kultur nach Deutschland. Hier von Tschaikowsky vertreten. Und mit Valery Gergiev steht ein bedeutender russischer Dirigent unserer Zeit am Pult.

Also überlegt es Euch, an diesem Konzert teilzunehmen. Die Anhaltspunkte sind gegeben. Es wird für jeden eine Bereicherung. Karten kann man telefonisch oder über das Internet kaufen.

Es kommt der 22. Juni, der 76. Jahrestag des Überfalls Nazideutschlands auf die Sowjetunion. Mit dem Besuch des Konzerts wollen wir ebenfalls daran denken.

Herzlichen Gruß

Anatoly Rothe

 

Information April 2017

Liebe Russenkinder und Freunde,

unsere Webseite wurde im April mehr als 17 800 Mal aufgerufen. Das entspricht fast 600 Mal täglich. Das sind dreimal so viel wie sonst üblich. Nanu – Zweifel. IT-Systemfehler?

Zunächst wurde das Betriebssystem überprüft. Als nächstes der Administrationsbereich der Webseite. Alles in Ordnung, auf dem aktuellen Stand. Anfrage bei Strato, auf dessen Servern unsere Seite liegt. Ebenfalls alles in Ordnung. Bestätigung - unsere Seiten werden tatsächlich so häufig aus vielen verschiedenen Ländern der Welt aufgerufen.

Es ist Realität – kein Irrtum. Es zeigt, wie wichtig unsere Arbeit ist.

Überdurchschnittlich betrifft es die deutschen, russischen, englischen und österreichischen Seiten. Für unsere Freunde in Wien freut uns das besonders, sind sie doch ebenfalls sehr aktiv bei der Suche nach ihren Wurzeln. Besonders ist Eleonore Dupuis hervorzuheben, die sich sehr engagiert bei der Suche nach Vätern von Russenkindern einsetzt und dabei Erfolge vorweisen kann. Der Wermutstropfen – ihren eigenen hat sie noch nicht gefunden.

Gerade kam die Information, dass Eleonore eine Einladung nach Moskau zum 9. Mai erhielt. https://www.russenkinder.de/index.php/de-at/aktuelles-aus-oesterreich

Wir gratulieren!

Bei den deutschen Seiten sind „Das Phänomen Russenkinder“, „Splitter“, „Video“ und „Rechtliches“, was allerdings erst noch weiter ausgebaut wird, die am meisten aufgerufenen.

Weiter ist zu konstatieren, dass in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion aus vielen Regionen die Webseite besucht wird. Das Interesse wird größer.

Zur wichtigsten Frage für uns, wie die russischen Archive weiter arbeiten, gibt es neue Erkenntnisse. Das Archiv in Moskau, das RGVA, arbeitet zuverlässig wie immer.

Die Seite mit den Angaben wie und wo man seinen Vater suchen kann:

https://www.russenkinder.de/index.php/de-de/vatersuche

wurde aktualisiert, die Informationen können verwendet werden.

Wer also auf der Suche ist und abschlägigen Bescheid erhielt, neu versuchen.

Unsere Freundin Renate Brown vermeldet eine großartige Neuigkeit. Wir hatten ihr geholfen, die Anfrage an die russischen Archive zu stellen. Nun meldeten sich offensichtlich Nachfahren ihres Vaters. Gratulation! Wir alle hoffen auf Bestätigung.

Viele nehmen an Renates Schicksal Anteil. Und wir möchten diese Gelegenheit zum Aufruf nutzen:

Sucht Eure Väter und deren Familien! Ihr habt nichts zu verlieren! Euch öffnet sich eine neue Welt! Denkt an Eure Kinder und Enkel! Auch sie möchten eines Tages wissen, wie ihre Wurzeln verliefen.

Das sind erst einmal großartige Nachrichten. Perfekt wird es, wenn das Armeearchiv in Podolsk ebenfalls wieder zu seiner gewohnten Auskunft übergeht.

In Berlin findet wie jedes Jahr am 8. Mai um 10 Uhr am Ehrenmal in Treptow die Kranzniederlegung für die gefallenen sowjetischen Soldaten statt.

Und das Deutsch-Russische Museum veranstaltet ab 11 Uhr ebenfalls wieder sein Museumsfest: https://www.russenkinder.de/index.php/de-de/termine

Eine gute Gelegenheit, sich zu diesen Anlässen zu treffen.

 

Herzlichen Gruß

Anatoly Rothe

 

Information März 2017

Liebe Russenkinder und Freunde,

uns erreichten wieder einige Anfragen, wie man seinen Vater suchen kann. Zur Zeit gibt es die Empfehlung, an das RGVA in Moskau zu schreiben.

Warten wir es ab, wie sich die Auskunftssituation entwickeln wird.

Wir selbst bemühen uns durch weitere Aktivitäten, unser Anliegen kompetenten Leuten und Positionen zu erklären, damit sie uns helfen, das Archiv in Podolsk zur Auskunftserteilung zu bewegen.

Die Frage der mißbräuchlichen Nutzung unserer @russenkinder.de Adresse wurde durch unseren Provider dahingegen beantwortet, dass er alles dafür tut, derartiges zu verhindern. Wir selbst haben unseren Schutz verstärkt, womit wir hoffentlich vor weiteren solchen Angriffen gefeit sind.

Noch etwas zu unserem Verständnis. Unser Verein und unsere Webseite sind nicht nur für Russenkinder da, die ihre Väter suchen oder anderen Rat, Hilfe und Unterstützung benötigen. Wir arbeiten seit über zwei Jahren sehr erfolgreich und haben eine Reihe von Erfahrungen gesammelt.

Wir sahen es von Anfang an als zweckmäßig an, zu allen Aspekten unseres Daseins Stellung zu nehmen. Unser Bild in der Öffentlichkeit wurde durch einige wenige, die sich in den Medien offenbart haben, bestimmt. Hier ist ein einseitiges Bild entstanden, das mit der Realität der Russenkinder, die wir kennenlernen, es sind jetzt etwa 400, nicht übereinstimmt. Deshalb erlauben wir uns, unsere Meinung zu sagen.

Unsere inzwischen erreichte inhaltliche Akzeptanz, die weiterhin hohe Frequentierung unserer Webseiten zeigen, dass unsere Position gefestigt ist. Und wer etwas über das Thema Russenkinder sagt, ohne uns, die wir täglich daran arbeiten, zu berücksichtigen, ist inhaltlich nicht auf dem aktuellen Stand.

Wir haben uns von Anfang an bereit erklärt, unseren Beitrag zu allen Aspekten des Russenkinderdaseins zu leisten. Und das kann, wer will, an unseren Webseiten nachvollziehen.

Herzlichen Gruß

Anatoly Rothe

 

Information Februar 2017

Liebe Russenkinder und Freunde,

die wichtigste Frage für uns, die Einstellung der Auskünfte durch das Militärarchiv in Podolsk hat eine neue Wendung bekommen. Rekapitulieren wir - bis Anfang 2015 wurden unsere Anfragen beantwortet. Je nach Lage der Dinge, positiv mit den Angaben zum Vater oder negativ, weil nicht im Verzeichnis. Danach gab es keine Auskünfte mehr.

Das Archiv in Moskau RGVA erteilte im Mai 2015 eine Auskunft. Wir wissen nichts über die augenblickliche Situation, erwarten bald Aufklärung.

Nun gab es dieser Tage aus Podolsk zwar wieder einen abschlägigen Bescheid, aber mit der hoffnungsvollen Bemerkung, dass das „zur Zeit nicht erfolgt“, also könnte es ein Hinweis sein, dass wir wieder Hoffnung schöpfen können.

Die vermehrten Anfragen an uns in Bezug auf Informationen haben uns bewogen, die Eröffnung unserer Webseite zu ändern. Jetzt erscheint ein Überblick: „Wo finde ich was – Wegweiser“.

Die Nutzung unserer Seiten ist seit zwei Monaten etwas rückläufig. Sie werden jetzt um 4 500 bis 5 500 Mal im Monat aufgerufen. Anfang März erwarten wir den 150 000 Aufruf. Interessant ist, dass neben der Eröffnungsseite als der am meisten aufgerufenen Seite „Das Phänomen Russenkinder“, die Vereinsseite und das Impressum folgen.

Uns lagen von Anfang an neben den Angaben zur Vatersuche gerade diese Erklärungen, die im „Phänomen“ nachzulesen sind, am Herzen und wir sehen, wie sie angenommen werden. Sachliche Kritik dazu gab es bisher nicht.

Eine weitere Besonderheit ist, und das sehen wir ein wenig zwiespältig, dass nur wenige bereit sind, ihre Schicksale zu schildern. Alle Kontakte, die wir haben, werden danach gefragt, aber am Ende wurden es nicht mehr. Es besteht die Möglichkeit, Namen, Orte, und Geschehnisse zu modifizieren, zu verfremden, es wird nicht.

Zwiespältig sehen wir das deshalb, wir schrieben ja schon im Dezember 2016 darüber, dass in der Öffentlichkeit das Bild der Russenkinder nur durch ganz wenige Schicksale im Vergleich zur geschätzten Gesamtzahl 100 000 bis 400 000 beschrieben wird. Wir wissen aber, dass das Leben ein viel breiteres Spektrum hat.

Natürlich wissen die Journalisten und wir, dass es ein gewisses Mißtrauen gegenüber den Medien gibt. Unsere Erfahrungen besagen, dass unser Anliegen bis auf eine einzige Ausnahme von den Medien, den beteiligten Journalisten, auf sehr einfühlsame Weise aufgenommen undveröffentlicht wurde. So sehen wir keinen Grund, diese Möglichkeit nicht zu nutzen.

Ein zweiter Aspekt dazu – bei Anfragen nach Schicksalen geben wir schon am Telephon den Hinweis, sich doch einmal diese auf der Webseite anzusehen. Und so sind sie schon mehr als 24 000 Mal aufgerufen worden.

Im Deutschen die beiden am meisten aufgerufenen jeweils über 3 000 Mal, die anderen ebenso jeweils über 1 000 Mal. Selbst Reinhards Geschichte, die erst ein Jahr später bei uns erschien, hat diese Anzahl erreicht.

Auch die beiden russischen Übersetzungen haben über 1 000 Aufrufe. Eine besondere Situation liegt bei unserem Jürgen Schubert vor. Da er seine Suchen auch in anderen Sprachen veröffentlicht hat, sind die Aufrufe zu ihm inzwischen auf über 11 000 angewachsen. Er und sein Freund Thomas Hagen geben sich alle Mühe, dass Jürgens Vater gefunden wird. Wir helfen selbstverständlich und wünschen von ganzem Herzen dabei Erfolg.

Wir würden gut daran tun, ein paar mehr Schicksale auf die Webseite zu bringen. Überlegt es Euch! Wir kennen viele, bringt Eure Geschichten.

Wir helfen bei der Gestaltung, der Formulierung und was sonst noch so gemacht werden könnte. Wichtig für unser Ansehen ist es auch deshalb, weil wir Menschen wie alle anderen sind. Das müssen wir zeigen. Es gibt ja zum Beispiel diese Studie der Uni Leipzig aus 2014, in der, darüber schrieben wir ja ebenfalls schon, wir als besonders psychisch anfällig dargestellt werden. Nachfragen wurden abgebügelt, die statistische Grundlage dafür ist mehr als fragwürdig.

Wir formulieren diesen Appell auch aus dem Grund, wir möchten Öffentlichkeit, damit Russenkinder, die sich noch nicht über ihre Situation klar geworden sind, sich der Aufklärung ihres Schicksals zuwenden.

Herzlichen Gruß

Anatoly Rothe

 

Monatsinformation Januar 2017

Liebe Russenkinder und Freunde,

über die Einstellung der Auskünfte des Militärarchivs in Podolsk für unsere Anfragen haben wir informiert. Darauf gab es eine große Resonanz. Wir haben uns sehr darüber gefreut, zeigt es doch, dass wir in unserer Arbeit richtig liegen. Vom einfachen Dank, worüber wir uns ebenso freuen, bis zu ausführlicheren Mails, in denen wir ermutigt und aufgefordert werden, sie fortzuführen.

Die westliche Welt bescheinigt des Öfteren Russland einen einseitigen Umgang mit Zivilgesellschaften. Wir als Russenkinderverein sind Teil der Zivilgesellschaft und haben es aus der Antwort vom Verteidigungsministerium, ebenso aus dem Anschreiben der russischen Botschaft in Berlin zur Weiterleitung an uns, nun selbst erfahren müssen, wir werden als Verein nicht wahrgenommen.

Aber auch die Deutschen haben ihre Probleme mit uns. Siehe „Wichtige 1. Mitteilung Januar 2017“. Dazu noch - wissenschaftliche Einrichtungen in Westdeutschland ignorieren uns ebenso wie die internationale Vereinigung der Kriegskindervereine BOWin. Und das betrifft nicht nur uns, sondern unseren Partnerverein „Österreich findet Euch“ in Wien ebenfalls. Da existieren Defizite im wissenschaftlichen, menschlichen und demokratischen Denken und Handeln.

Das neue Jahr brachte uns zwei Anfragen, einmal vom RBB Berlin, der in eine Geschichtssendung Russenkinder aus der Region einbringen möchte. Die zweite kam aus London für eine Bachelorarbeit. Bitte denkt über eine Teilnahme nach! Es wurde gesondert informiert.

Wir möchten einmal unser Vorgehen bei solchen Anfragen schildern. Aber zunächst möchten wir denjenigen danken, die unsere Arbeit würdigen, die uns helfen, unser Anliegen in die Öffentlichkeit zu tragen und uns in solchen Fällen weiterempfehlen. Herzlichen Dank dafür!

Wir leben im 21. Jahrhundert. Wenn heute jemand eine Frage zu Russenkindern hat, schreibt er das Wort in seine Suchmaschine und bekommt die entsprechenden Webseiten aufgelistet. An erster Stelle stehen gewöhnlich wir – www.russenkinder.de. Selbstverständlich werden die folgenden Webseiten ebenfalls zur Kenntnis genommen. Und wenn nun eine Kontaktaufnahme erfolgt, erzählen wir über unsere Arbeit, über die Inhalte auf der Webseite und was sonst noch so interessiert. Wir erzählen, dass Anfragen nach Schicksalen in eine große Runde gegeben werden. An die Distelblüten ebenfalls? Selbstverständlich. Das sind Russenkinder. Auf unserer Vereinsseite schreiben wir, was ebenfalls inunserer Satzung verankert ist, dass wir für alle Russenkinder da sind.

Und wie arbeiten Sie zusammen? Das ist eine Einbahnstraße. Wir bekommen von denen keinerlei Informationen.

Wir sprechen die obigen zwei Punkte deshalb einmal an, weil diese Fragen immer wieder gestellt werden. Vielleicht denken die Verantwortlichen einmal darüber nach.

 

Herzlichen Gruß

Anatoly Rothe