Zum Zivilgeselllschaftlichen

Die Zeit geht weiter, die Umstände ändern sich. Wir sind ein kleiner Verein mit dem Ziel, Menschen, die Väter aus der ehemaligen Sowjetunion und deutsche Mütter haben, aufzurufen und ihnen Hilfe bei der Suche nach den Vätern und ihrer Familie zu geben. Eine zutiefst humanistische Aufgabe.

Das war nicht immer einfach, letzten Endes ist es uns gelungen, eine breite Öffentlichkeit dafür zu schaffen.

Wir danken den Verantwortlichen und Beteiligten dafür, dass sie uns nunmehr diese Möglichkeiten einräumten.

Der Text, der vorher hier stand, wurde deshalb ins Archiv verschoben.

So lange wir in den öffentlichen Medien mit den Auswirkungen der Verletzung unserer Würde, Verstoß gegen Artikel 1, Absatz 1 Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland zu tun haben, können wir den Text dazu nicht löschen. Aktuell haben wir den Deutschlandfunk gefragt, warum er solche Sendungen wiederholt.

Diese Umstände sind als Lost-Lost zu bezeichnen. Einmal, weil die entsprechenden Medien Unwahrheiten und tendenziöse, nicht den Tatsachen entsprechende Informationen verbreiten und damit ihre Glaubwürdigkeit weiter unterhöhlen, andererseits hält es Betroffene davon ab, nach ihren Familien zu suchen.

Wir hoffen auf Einsicht und Vernunft.

Berlin, den 1. November 2020    

Anatoly Rothe